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Dienstag, 12 Dezember 2017 22:25

Deutschlands importierter Judenhass

Berlin - Es musste ja so kommen. Was in Deutschland nach dem Holocaust undenkbar schien, ist nun wieder virulent. Kaum hatte US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, rotteten sich die Hardcore-Muslime auf Berlins Straßen zusammen. Und dann brannten die Davidsterne.

Berlin - Der Antisemitismus ist zurück in Deutschland. Doch er ist nicht etwa bei der einheimischen Bevölkerung neu erwacht, so sehr sich Medien und Politik auch bemühen, dieses Zerrbild zu entwerfen. Nein, der neuerliche Judenhass ist vor allem zugewandert. Sehenden Auges wird er seit mehr als zwei Jahren importiert. Und seine Anhänger belassen es nicht bei heimlichen Schmierereien an Hauswänden oder anonymen Hetzparolen in den sozialen Netzwerken. Geduldet von den politisch Verantwortlichen und beschützt von einer beschwichtigenden Pressemehrheit, fühlen sich die neuen Antisemiten längst stark genug, ihren grenzenlosen Hass auf die Juden und den Staat Israel öffentlich hinauszuschreien. Am Wochenende erlebte Deutschland den vorläufigen Tiefpunkt einer beängstigenden Entwicklung, die sich in rasantem Tempo vollzieht. Tausende hasserfüllte Muslime versammelten sich an mehreren Tagen am Brandenburger Tor und liefen gegen die Entscheidung des US-Präsidenten Sturm, Jerusalem offiziell als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Dabei riefen sie zur Vernichtung Israels auf und verbrannten israelische Flaggen. Sieben Jahrzehnte nach dem Sieg über die Nationalsozialisten marschieren wieder Antisemiten durch Berlin. In ihrer Verachtung für alle “Ungläubigen” stehen sie der Rassenhygiene-Ideologie der Nazis in nichts nach. Doch die Politik lässt sie gewähren und gesteht ihnen gar zu, dass sie ihr Unwesen aus der sicheren Deckung der Religionsfreiheit heraus treiben.

Hochtaunuskreis - Vom 26. Oktober bis zum 5. November 2017 hat eine israelische Jugenddelegation aus der Partnerregion Gilboa den Hochtaunuskreis besucht. Der Aufenthalt war der zweite Teil eines interkulturellen Austausches, an dem 13 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren aus dem Hochtaunuskreis in diesem Jahr teilnahmen. Anfang Mai war die deutsche Delegation nach Gilboa gereist. „Ich freue mich jedes Jahr über diesen interkulturellen Austausch. Mit den jährlichen Jugendseminaren verbindet der Landkreis – auch aufgrund der wichtigen Bedeutung der nunmehr über 30-jährigen Partnerschaft – die Botschaft einer fortwährend wachsenden und sich verjüngenden Freundschaft. Es ist toll, dass durch das Interesse der jungen Menschen die lang bestehende Partnerschaft lebendig bleibt“, sagte Landrat Ulrich Krebs.

Tel-Aviv - Gemeinhin zeichnen deutsche Medien gerne ein Bild vom gescheiterten israelischen Premier Benjamin Netanjahu (Jahrgang 1949). Der Mann ist ja irgendwie 'rechts' und damit ähnlich 'durchgeknallt' wie US-Präsident Donald Trump oder hierzulande ein Alexander Gauland von der berühmt-berüchtigten AfD. Dabei hat Benjamin Netanjahu (Likud) richtigen Erfolg in Israel. Das Land in einer geografischen Größe von Hessen mit 8,4 Millionen Einwohnern erlebt einen beispiellosen Wirtschaftsboom.

Tel Aviv – Entgegen einschlägiger Berichterstattung in vielen deutschen Medien lässt die israelische Regierung die Palästinenser nicht verdursten. Israelis und Palästinenser haben nun sogar ein Abkommen geschlossen, nach welchem Israel jedes Jahr 33 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich an die Palästinensische Autonomiebehörde liefern wird. Auch das benachbarte Jordanien soll langfristig in das Projekt eingebunden sein. Offenbar engagierten sich auch die USA für diesen "Deal". Der US-Sondergesandte Jason Greenblatt soll dem Vernehmen nach diese vernünftige Abmachung in Jerusalem angeschoben haben.

Wiesbaden – Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat am Mittwoch bei einer Veranstaltung der hessischen CDU-Landtagsfraktion in Wiesbaden dazu aufgerufen, Antisemitismus in jeglicher Form zu bekämpfen. Es dürfe keine „Kultur des Wegsehens“ geben, so Schuster, der CDU-Reihe „Große Debatten“ einen Vortrag zum Thema „Antisemitismus und jüdisches Leben in Deutschland“ hielt.

Dresden – Spätestens seit seiner launigen US-Reisereportage „Allein unter Amerikanern“ ist der israelisch-amerikanische Buchautor und Theatergründer Tuvia Tenenbom auch Literaturfreunden in Deutschland ein Begriff. Vor kurzem erschien bei Suhrkamp Tenenboms viertes Buch „Allein unter Flüchtlingen“, eine „Entdeckungsreise“ durch Deutschland, die die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf Einheimische und Migranten beleuchtet.

Wien – Der Wiener Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ) fordert aufgrund der Häufung von Schmierereien und Vandalismus eine Videoüberwachung des jüdischen Teils des Zentralfriedhofs. Nach einem gemeinsamen Besuch der Begräbnisstätten mit FPÖ-Nationalrat David Lasar erklärte Gudenus: „Antisemitismus, Schmierereien oder hässliche Parolen – von wem auch immer – haben bei uns nichts zu suchen.“ Als Vizebürgermeister sei er auch „für die Interessen der jüdischen Mitbürger gerne Ansprechpartner“, betonte der freiheitliche Politiker. Darüber hinaus will sich Gudenus im Wiener Gemeinderat für eine rasche Sanierung des jüdischen Friedhofs in Währing einsetzen, der aufgrund seiner Baufälligkeit derzeit nur eingeschränkt betreten werden kann.

Haifa – Während in Israel bis zu 60.000 Menschen vor den von Islamisten gelegten Waldbränden auf der Flucht sind, tun sich in manchen muslimischen Internetforen wahre Abgründe auf. Auch Muslime aus Deutschland vollführen im Netz wahre Freudentänze, während die Menschen in Haifa und anderen Städten um ihr Hab und Gut bangen. Die Seite „Islam Fakten“ bei Facebook etwa schlagzeilt „ISRAEL steht unter FLAMMEN“. Darunter sind Fotos von orthodoxen Juden abgebildet, die vor dem Feuer zurückweichen müssen. Mehr als 3.000 Facebook-Usern „gefällt“ das.

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