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München – Der Vertriebsprofi Michael Scheibe geizt nicht mit Superlativen, wenn es um sein in Luxemburg ansässiges Unternehmen COOINX S.A. und vor allem sich selbst geht. Im August dieses Jahres zog er 100 Tage nach dem Projektstart seines „unternehmerischen Babys“ eine erste Bilanz, die gewohnt positiv ausfiel, aber – ebenso gewohnt – kaum mit aktuellen betriebswirtschaftlichen Zahlen zu glänzen wusste. Im Rahmen der weeNexx AG planen Michael Scheibe und sein Geschäftspartner Cengiz Ehliz ein ICO, um nach eigenen Angaben das Cashback-System „wee“ mit moderner Blockchain-Technologie zu verzahnen. Mit anderen Worten: Es geht wohl um eine neue Kryptowährung, die auf „wee“ basieren soll. Wie genau das funktioniert und worauf interessierte Anleger bei diesem ICO setzen können, bleibt vorerst nebulös.

Berlin – Er möchte so gerne, dass wir glauben, er sei einer von uns. Nicht etwa, weil er uns besonders schätzen würde, sondern weil er weiß, dass dies die Siegchancen seiner SPD erhöht. Martin Schulz mimt den einfachen Bürger, der sich in das politische Establishment drängelt, um endlich Volkes Stimme Gehör zu verschaffen. Und scheinbar geht seine plumpe Strategie auf. Zumindest suggerieren dies die aktuellen Umfragen. Jubelnde Pressechöre lassen uns täglich wissen, wie dicht die mit dem Bundespräsidenten beschenkte SPD vor dem Gewinn der Kanzlerschaft steht. Doch das Laienschauspiel des Martin Schulz ist so unglaubwürdig, dass man sich fremdschämt.

London - Der Brexit-Schock sitzt tief. Jedes Ereignis verändert das Leben. Sigmar Gabriel spricht von einem „Schuss vor den Bug“. Zusammen fordern SPD-Chef Gabriel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) in einem zehn Punkte Plan die „Neugründung Europas“. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will nicht drum herum reden und meint, ein „weiter so“ dürfe es nicht geben. Sie erinnert an die „Friedensidee Europas. Sie mahnt zur Ruhe und Besonnenheit. CSU Chef Horst Seehofer postuliert Referenden zum „Kern moderner Politik“ und beansprucht in entscheidenden Fragen mehr Bürgerbeteiligung. Vom europäischen Grünen-Chef Reinhard Bütikofer verlautet die Kunde, dass es sich bei diesem Ereignis um einen „tiefschwarzen Tag in Europas Geschichte handelt. Die Linken kritisieren mit Sarah Wagenknecht die neoliberale Austeritätspolitik und verlangen eine Neuaurichtung der EU. FDP Chef Christian Lindner sieht in der Entscheidung der Briten eine erhebliche Mitverantwortung der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Brüssel - Nicht erst seit den Enthüllungen um den ehemaligen Regierungschef Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, weiß man, dass die EU-Behörden im Kampf gegen Steuer-Dumping versagt haben. Juncker, der mittlerweile der EU-Kommission vorsteht, wird vorgeworfen, in seiner Amtszeit als luxemburgischer Premierminister dafür gesorgt zu haben, dass mit mehreren Großkonzernen Steuer-Deals vereinbart wurden, die deren Steuerpflicht deutlich gesenkt haben. Aufgrund dieser Vergangenheit wird Juncker nicht zugetraut, dem Steuer-Dumping ernsthaft entgegenzuwirken.

Luxembourg - EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker wird nicht müde zu betonen, dass er ein glühender Europäer sei und dass er von den EU-Mitgliedstaaten europäische Solidarität erwarte. Vor allem in der aktuellen Asylkrise, die den gesamten Kontinent heimsucht, hat er mehrfach betont, dass die Entwicklung nur mit europäischer Solidarität zu meistern sei.

Berlin - Die Bundesregierung will sich offenbar für mehr Abschiebungen von Afghanen einsetzen. Medienberichten zufolge drängt das Kanzleramt auf ein EU-Rücknahmeabkommen mit Afghanistan. Derzeit besteht eine Abschiebestopp, obwohl nur etwa die Hälfte der Antragsteller als schutzbedürftig gilt.

Brüssel - Die von Jean-Claude Juncker geführte EU-Kommission hat einen neuen Plan zur Bewältigung der Asylkrise erarbeitet. Teil des Plans ist die Verpflichtung der Türkei, die Grenze zu Griechenland besser zu sichern. In diesem Zusammenhang sollen die türkische und die griechische Küstenwache gemeinsam in der östlichen Ägäis patrouillieren. Diese gemeinsame Patrouille soll von der EU-Grenzschutzagentur Frontex koordiniert werden. Die beiden Ziele der Mission sind, effektiver gegen Schleuser vorzugehen und die Flüchtlinge wieder in die Türkei zurückzuführen.

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