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Mainz - Es war ein wohlgeplanter Paukenschlag auf der Bundespressekonferenz am Tag nach der Wahl: Frauke Petry verkündete dort vor ihren sichtlich überraschten Kollegen, der künftigen Bundestagsfraktion der AfD nicht angehören zu wollen. Bereits im Wahlkampf hatte sie sich immer wieder kritisch über ihre Partei geäußert und die Frage, ob sie nach der Wahl der Bundestagsfraktion angehören würde, mehr oder minder unbeantwortet gelassen.

Rodgau - In etwas überzogenen nationalkonservativen Strömungen vermittelte die AfD bundesweit zuletzt den Eindruck, nur noch etwas für beinharte Rechte zu sein. Doch dieser Eindruck trügt wohl. Gerade die Nominierung der marktliberalen Alice Weidel als Co-Spitzenkandidatin (neben Alexander Gauland) zur Bundestagswahl 2017 darf als Zeichen gesehen werden, dass die AfD sehr wohl auch für die marktwirtschaftlichen Grundüberzeugungen in Zeiten staatsgläubigem Merkelianismus einstehen kann.

Dresden - Ein Interview im Berliner Tagesspiegel sorgt für Wirbel. Die AfD Co-Vorsitzende Frauke Petry denkt über einen Rückzug aus ihrer Partei nach. In den AfD Büros in Sachsen wusste hiervon keiner was. Der Generalsekretär der Sachsen AfD Wurlitzer war nicht erreichbar. Die Nachricht sei anscheinend nicht so ernst zu nehmen.

Frankfurt am Main – Der Frankfurter Stadtrat Wolfgang Hübner von den „Bürgern für Frankfurt“ (BFF) hat seinen Unmut „als Wähler“ über den schwelenden Streit in der AfD nach den umstrittenen Äußerungen ihres Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke zum Ausdruck gebracht. Auf Facebook schrieb der Kommunalpolitiker, der von 2013 bis zu seinem Parteiaustritt 2014 als stellvertretender Sprecher der AfD in Hessen amtierte, am Dienstag: „Ich bin wütend!“

Düsseldorf - Die durch eine Whatsapp-Gruppe manipulierten Wahlen der AfD in NRW sorgen nach wie vor für Ärger im Landesverband. Nun enthüllte die Illustrierte STERN, dass auch der Hauptwohnsitz des Spitzenkandidaten  Marcus Pretzell  unklar sei. Die Adresse mit der Marcus Pretzell als Mitglied der AfD im AfD-Kreisverband Düsseldorf gemeldet ist, stimme nicht mit der amtlichen Meldeadresse überein. Das Haus am Rande von Düsseldorf sehe eher verwaist aus. An der Haustüre, so berichtet der STERN, der aber als Quelle mitunter tendenziös gegen die AfD berichtet, hingen Spinnenweben und die Adresse des Marcus Pretzell sei am Klingelschild nicht vorzufinden.

Düsseldorf - Die AfD wollte eigentlich anders sein und sich von den etablierten Parteien in Handlungsweisen und Auftreten abgrenzen. Mehr Demokratie fordert die AfD. Mit dieser Forderung scheint es nicht so weit her zu sein. In Sachsen ließ der Vorstand unter der Leitung der AfD-Sprecherin Frauke Petry den demokratisch gewählten Kandidaten Arvid Samtleben von der Liste streichen. In diesem Zusammenhang ermittelt die Staatsanwaltschaft, so wird berichtet, gegen Frauke Petry wegen einer möglichen eidlichen Falschaussage vor dem Sächsischen Wahlprüfungsausschuss.

Rodgau – Vor gut zwei Wochen trat AfD-Bundessprecherin Frauke Petry bei einer Veranstaltung im Rodgauer Stadtteil Dudenhofen auf. Eingeladen hatte der Kreisvorsitzende der AfD Offenbach-Land und Fraktionschef der AfD in der Rodgauer Stadtverordnetenversammlung, Dr. Robert Rankl. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse – sowohl bei den Anhängern der AfD als auch ihren politischen Gegnern: Während im Saal rund 300 Zuhörer den Auftritt Petrys verfolgten, demonstrierten davor etwa 500 Gegendemonstranten, vornehmlich aus dem linken Spektrum.

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