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Hamburg – In mehr als der Hälfte der deutschen Städte und Landkreise können Immobilienbesitzer mindestens bis zum Jahr 2030 mit deutlichen Wertsteigerungen ihrer Objekte rechnen. Steigende Einwohnerzahlen in den Großstädten und Süddeutschland garantieren eine anhaltend hohe Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt, wie eine Studie im Auftrag der Postbank ergab. Unter Berücksichtigung von Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, der Einkommensentwicklung, den Wohnkosten und dem Wohnungsangebot haben Ökonomen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) ein Prognosemodell für die Immobilienpreise bis 2030 entwickelt, das Haus- und Wohnungsbesitzern deutliche Wertgewinne verheißt.

Frankfurt am Main - Die beiden Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen haben auf einer Pressekonferenz ihre neue Strategie für die Fortentwicklung des großen Bankhauses vorgestellt. Vor allem soll es Einschnitte im volkswirtschaftlich so wichtigen Privatkundengeschäft geben. In den kommenden Jahren ist damit zu rechnen, dass 200 der etwa 700 Filialen der Deutschen Bank geschlossen werden. Tausende Arbeitsplätze werden wegfallen. Fitschen versucht aber zu beruhigen: „Es geht hier nicht darum, einen Kahlschlag in einigen Städten anzurichten.“ Da viele Filialen nicht mehr so ausgelastet wie früher sind, wolle man nun vor allem ins digitale Geschäft investieren.

Wiesbaden - Die Pläne der Deutschen Bank, sich der Postbank zu entledigen, bringen offenbar zahlreiche Gefahren mit sich. Daher haben sich nun mehrere Politiker besorgt geäußert. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank soll noch in dieser Woche über die Zukunft des Finanzkonzerns entscheiden und wird auch die Entscheidung fällen, ob die Postbank bei der Deutschen Bank bleibt. Die Postbank gehört seit dem Jahr 2010 zur Deutschen Bank.

Frankfurt am Main - Die Konzernleitung unter Anshu Jain und Jürgen Fitschen des nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größten deutschen Kreditinstituts Deutsche Bank steht angesichts der Rechtsstreitigkeiten in Übersee sowie der Diskussion um die künftige Unternehmensstrategie gegenwärtig vor großen Herausforderungen. Nachdem das Finanzinstitut bereits im Dezember 2013 im Zusammenhang mit dem Skandal um die  Manipulationen des internationalen Referenzzinssatzes Libor (London Interbank Offered Rate) eine Strafzahlung der EU-Kommission in Höhe von 725 Millionen Euro akzeptiert hat, ist die Deutsche Bank ebenfalls in den USA mit diesbezüglichen Ermittlungen konfrontiert. Die US-Finanzaufsichtsbehörde DFS ermittelt darüber hinaus noch zusätzlich in Richtung Verstöße gegen Iran-Sanktionen und Devisenkursmanipulationen. In Extremfällen besitzt die DFS sogar die Kompetenz zum Entzug der Banklizenz, und die Libor-abhängigen Finanztransaktionen gehen immerhin in die Billionenhöhe. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

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