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Arabisches Risikokapital als Alternative?

Aras Group DWC LLC: Gute Erfahrungen mit Risikodarlehen aus Dubai

Dienstag, 03 Juli 2018 19:49 geschrieben von  Gabriela Clauter
Aras Group DWC LLC: Gute Erfahrungen mit Risikodarlehen aus Dubai Quelle: ARAS Group DWD LLC

Dubai – Die deutschen Kaufleute Frank Kahn und Frieder C. Löhrer machen am arabischen Golf offenbar einen guten Job: Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben sich längst zu einem ökonomischen Schwergewicht am Golf entwickelt und sind eine wichtige Handelsdrehscheibe zwischen Europa, Asien und Afrika.

Seit den 1960er-Jahren hat die dortige Wirtschaft einen rasanten Aufschwung erlebt, sodass die Emirate zusammen mit Saudi-Arabien für deutsche Unternehmen die wichtigsten Märkte unter den Golfstaaten sind. Gerade Dubai ist ein beliebter Investitionsstandort für die in der Region tätigen ausländischen Unternehmen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut und das Land ausgesprochen offen sowohl für Importe als auch für ausländische Direktinvestitionen. Zum Erfolgsmodell der Vereinigten Arabischen Emirate gehören auch die Freihandelszonen, die Anreize für Exporteure bieten. Im sogenannten Doing Business Report der Weltbank für das Jahr 2018 erreichten die VAE Platz 21 im Ranking von 180 Ländern. Damit sind sie nicht nur das am besten platzierte Land unter den Mitgliedern des Golfkooperationsrates, sondern haben auch im weltweiten Vergleich sehr gut abgeschnitten. Zur Wirtschaftsfreundlichkeit der VAE passt auch die außerordentlich hohe Millionärsdichte. Etwa 55.700 „High Net Worth Individuals“ (HNWIs) soll es dort 2016 gegeben haben, also Personen mit Vermögenswerten von über einer Million US-Dollar, darunter viele Ausländer.

Im Umfeld dieser vermögenden Kreise ist nach Medienberichten die in Dubai beheimatete Aras Group DWC LLC anzusiedeln. Wirtschaftsaktive arabische Familien vom Golf sollen das finanzielle Rückgrat des Projektentwicklers und Kapitalvermittlers sein, der seine Fühler bis nach Europa ausstreckt. Aras-Ansprechpartner für deutsche Start-ups mit Kapitalbedarf ist der Key-Account-Manager Frank Kahn. Der manchmal halb bewundernd, halb ironisch „Hexer von Dubai“ genannte Projektförderer hat in Deutschland schon so manchem Unternehmen mit schwacher Eigenkapitalquote unter die Arme gegriffen. Gleichzeitig wirbt er um Anlegergelder für renditeträchtige Immobilien-Investments in den VAE, die unter den Bezeichnungen „Warsan Village“ und „Pulse-Projekt“ bekannt geworden sind.

Die Aras Group DWC LLC ist über verschiedene Tochterunternehmen in den Bereichen Investment, Beteiligungen, Immobilien, Warenhandel, Unternehmensberatung und Logistik tätig. Zu dem weltweit operierenden Unternehmensverbund gehören die Aras Investment and Participation Ltd., die Aras Logistic and Distribution Ltd., die Aras Trading and Services Ltd., die Aras Consulting and Advisory Ltd. sowie die Aras Properties Ltd..

Ihr Geschäftsmodell zeigt, dass längst nicht mehr nur europäisches Geld in die arabische Welt fließt, sondern Petrodollar auch gezielt in Europa investiert werden. Immer mehr dortige Unternehmen profitieren von Geldgebern aus den Golfstaaten. Konkret geht es dabei um Risikokapital anstelle konventioneller Bankkredite. Europäische Banken vergeben meist nur Darlehen, die weitgehend abgesichert sind. Innovative Unternehmen brauchen mitunter aber auch „Risikodarlehen“, bei denen der Kreditgeber ein gewisses Risiko eingeht. Diese Darlehen werden nicht zu 100 Prozent durch den Kreditnehmer mit Sicherheiten hinterlegt. Dem Dubaier Finanzdienstleister gelingt nach eigener Aussage das Kunststück, einerseits Risikodarlehen für mutige Projektfinanzierungen bereitzustellen, andererseits das für den Geldgeber gegebene Risiko des Kapitalausfalls zu minimieren. Die Aras Group kann für ihre Investitionskredite offenbar eine stabile Finanzierung gewährleisten, weil sie sich auf ein leistungsstarkes Refinanzierungsnetzwerk aus Banken, Fonds und Privatinvestoren stützt. Der Kunde schließt den Finanzierungsvertrag dabei mit der Aras Group und nicht mit dem jeweiligen Refinanzierer ab.

Für das Unternehmen erklärt Ibrahim Saadi: „Der Wert der Risikodarlehen der Aras Group liegt in den meisten Fällen im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich, auch wenn es sich bei Aras nicht um eine Bank, sondern um einen Investor handelt. Über einen Nachrangdarlehensvertrag, der inzwischen auch die Anforderungen seitens der BaFin erfüllt, wird die Aras Group durch die Investitionen zu einem stillen Beteiligten an dem jeweiligen Unternehmen. Auf diese Weise lassen sich transparent und kostengünstig Großprojekte finanzieren, wobei es keine Einschränkungen bezüglich Standort und Branche des kreditsuchenden Unternehmens gibt.“Kunden, die ihre positiven Erfahrungen mit dem Kapitalgeber aus Dubai gemacht haben, finden sich wohl in dieser Aussage wieder: „Die Kunden des Investors Aras Group profitieren von einem hohen Maß an Flexibilität, Vernetzung sowie interkultureller Kommunikation. Einfache Lösungsansätze führen dabei zur gewünschten und individuellen Finanzierung.“

Auf ihrer englischsprachigen Facebook-Seite schreibt die Aras Group unter der Überschrift „ARAS PROPERTIES AND REAL ESTATE“: „Our aim is to provide the best property investments in the residential as well as the commercial market. We’re well recognized in the marketplace as a direct result of our extensive property investment knowledge, expertise and high-quality customer service.“ Man verweist also auf die eigene Expertise bei Immobilien-Investitionen aller Art und den hochwertigen Kundenservice. Die Finanzierungsoptionen aus Dubai könnten eine wirkliche Alternative zum klassischen Bankkredit oder gar zum Börsengang sein, um benötigtes Kapital einzusammeln.

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