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Betriebliche Altersvorsorge

DG-Gruppe: Josef Bader mit Zugang zu 10.000 Unternehmen

Sonntag, 14 Oktober 2018 13:27 geschrieben von 
Josef Bader ist Mehrheitsaktionär der DG-Gruppe AG Josef Bader ist Mehrheitsaktionär der DG-Gruppe AG Quelle: HESSEN DEPESCHE

Wemding – Josef Bader ist im Geschäftsjahr 2018 ziemlich umtriebig. Akribisch baut er seine im bayerischen Wemding beheimatete DG-Gruppe AG aus.

Dabei stellt er Kunden und Vertriebsneulingen im Unternehmen vor allem eine Frage:

"Ist die klassische betriebliche Altersvorsorge (bAV) angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) überhaupt noch sinnvoll?" Und gibt auch eine klare Antwort: "Auf jeden Fall“, meint Josef Bader, Gründer und Chef der DG-Gruppe, die sich auf diesen Bereich spezialisiert hat. „Ein Arbeitnehmer, der 100 Euro in eine betriebliche Altersvorsorge investiert, bringt dafür ja immer nur 50 Euro selbst auf, also die Hälfte.“ Daher bleibe diese Form des Sparens auch bei ungünstigem Zinsumfeld attraktiv. „Zeigen Sie mir mal eine andere Sparform, wo sie 20 Euro anlegen und 40 Euro investiert werden.“ Daher gebe es für Beschäftigte kaum ein besseres Instrument, um sich vor Altersarmut zu schützen.

Bader ist von seiner Sache überzeugt, denn er ist ein echter Betriebsrenten-Profi. Er ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung Beratung und Betreuung mbH (DGbAV), der Deutschen Gesellschaft für Vermögensentwicklung mbH (DGVE) und der DG-Gruppe Beratung und Betreuung GmbH, die als Maklerin für mehrere Versicherungsunternehmen tätig ist.

Außerdem hält Bader als CEO der DG-Gruppe AG, die seit 2002 als Finanzdienstleistungs-Holding alle Geschäftsbereiche unter einem Dach vereint und im Freiverkehr der Hamburger Börse notiert ist, alle Fäden in der Hand. Zu der in Wemding im bayerischen Landkreis Donau-Ries ansässigen Unternehmensgruppe gehören zudem die DG-Clearingstelle, die DG-Akademie und die Deutsche Gesellschaft für Entgeltoptimierung (DGEO). Bader undsein Team bieten ein Rundumpaket im B2B-Bereich – also für Firmenkunden – an.

Josef Bader erläutert sein Konzept so: „Wir führen grundsätzlich Gespräche auf Geschäftsführerebene und analysieren erstmal, was in dem jeweiligen Unternehmen bisher im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge angegangen wurde. Wenn wir dann sehen, was dieses Unternehmen tatsächlich alles anzubieten hat, geht es im nächsten Schritt darum, alles zu modifizieren und zu optimieren. Danach kommt die Belegschaftsberatung. Das bedeutet, dass wir das erarbeitete Modell den Beschäftigten durch Einzelberatungen näherbringen.“

Derzeit betreut die DG-Gruppe nach eigenen Angaben in der Bundesrepublik Deutschland rund 2.500 Unternehmen, darunter die mehrfach als bester Arbeitgeber prämierte Elobau GmbH & Co. KG in Leutkirch, die Einzelhandelskette Schuhkay oder den Textildiscounter Takko. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um kleine und mittlere Unternehmen. „Unsere Kunden sind der Mittelstand, das heißt Firmen mit zehn bis zu mehreren Tausend Mitarbeitern“, so Bader.

Mit der Deutschen Gesellschaft für betriebliche Altersversorgung (DGbAV) sei die DG-Gruppe „am Markt ein sehr großer Name“, sagt der Unternehmenschef nicht ohne Stolz. „Über unseren Kundenstamm hinaus haben wir einen eigenen Interessenpool von über 600.000 Unternehmen, die wir in einem regelmäßigen Roll-up kontaktieren. Außerdem haben wir ständig 700 bis 800 Unternehmen in der Pipeline, also im Vorlauf.“

Im B2B-Bereich dauere ein Vertragsabschluss in der Regel wesentlich länger als beim Endkundengeschäft, da auf dem Weg dorthin verschiedene Hürden zu nehmen sind – angefangen bei der Geschäftsleitung über die Personalabteilung bis hin zum Betriebsrat. „Da können auch schon mal drei oder vier Jahre ins Land gehen, bis es tatsächlich zum Abschluss kommt“, so Josef Bader.

Als begehrter Spezialist im bAV-Bereich schreibe man denn auch entsprechend hohe Umsätze. „Wir konntenseit 2002 zirka 2,5 Milliarden Euro an vermittelten Lebensversicherungsprämien verbuchen“, sagt der Unternehmenschef. Der Erfolg weckt natürlich das Interesse anderer Unternehmen. So sollen schon mehrere Versicherungskonzerne Interesse an einer Übernahme der DG-Gruppe bekundet haben.

Josef Bader, der auch Mehrheitsaktionär der Finanzholding DG-Gruppe AG aus Wemding ist, bestätigt Kaufanfragen, stellt jedoch klar, dass man darauf auch künftig nicht eingehen werde: „Ich erteile solchen Angeboten eine Absage, da wir damit unsere Unabhängigkeit verlieren würden.“ Diese Unabhängigkeit sei Teil des Erfolges der DG-Gruppe.

Josef Bader hierzu: „Wir kooperieren derzeit mit mehreren großen Banken. Gerade erst haben wir einen Abschluss mit einem Verband in trockene Tücher gebracht, der rund 10.000 Unternehmen als Verbandsmitglieder hat. Das sind einfach unheimlich große Perspektiven, und es wäre fatal, das Unternehmen in dieser Situation zu vermarkten.“

Dass sich Bader und die DG-Gruppe auf ein Feld spezialisiert haben, das in immer mehr Unternehmen als unerlässliches Instrument zur Mitarbeitergewinnung und -bindung gilt, belegt eine aktuelle Studie des international tätigen Beratungsunternehmens Willis Towers Watson, für die 31.000 Personen aus 22 Ländern – darunter auch rund 2.000 Arbeitnehmer aus Deutschland – befragt wurden. Die Untersuchung mit dem Titel „Global Benefits Attitudes“, kam unter anderem zu dem Schluss, dass den Deutschen auch bei der betrieblichen Altersvorsorge Sicherheit wichtiger als Rendite ist.

Für 72 Prozent ist die Alterssicherung in den letzten Jahren wichtiger geworden. Ohne die bAV schafft es aber nur ein Drittel der Befragten, die geplanten Sparziele für einen abgesicherten Lebensabend zu erreichen. Für 57 Prozent der Arbeitnehmer ist eine bedarfsgerechte bAV ein Hauptgrund dafür, ihrem Arbeitgeber die Treue zu halten. 72 Prozent der Befragten mit einer entsprechenden Absicherung gaben sogar an, bis zur Pensionierung bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben zu wollen.

Man kann hier also von einer Win-Win-Situation sprechen, von der sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren. Josef Bader und die DG-Gruppe bieten hier Modelle an, die den Ertrag für die Beschäftigten optimieren.

Josef Bader hat derzeit einen Lauf.

Letzte Änderung am Montag, 15 Oktober 2018 10:35
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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Bis Juli 2017 führte sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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