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eSports.com: Wie erfolgreich wird die internationale eSports-Plattform aus Heidelberg?

Donnerstag, 22 Februar 2018 17:16 geschrieben von 
Auch die Politik entdeckt die Möglichkeiten von eSports für sich Auch die Politik entdeckt die Möglichkeiten von eSports für sich Quelle: eSports.com

Heidelberg - War vor einigen Jahren die Debatte über Computerspiele noch vom Begriff „Killerspiele“ geprägt, steht heute längst der künstlerische oder sportliche Aspekt im Vordergrund. eSports ist mittlerweile auch zum Wirtschaftsfaktor geworden: Kein Wunder, dass der Begriff es selbst in den Koalitionsvertrag von Union und SPD geschafft hat, die einhellig fordern, dass eSports auch in Deutschland endlich offiziell als Sportart anerkannt werden soll. Bislang hatte die Branche beklagt, dass Deutschland auch mangels der offiziellen Anerkennung als Sportart hinter anderen Ländern wie China, Südkorea oder den USA herhinke.

Deutschland soll mediales Zentrum des internationalen eSports werden

Nun aber planen der Heidelberger Benjamin Föckersberger zusammen mit Philipp Geppert, Michael Broda, Michael Thomale, Uwe Lenhoff und anderen von Deutschland aus die Welt des eSports zu revolutionieren. Für einen siebenstelligen Betrag haben sie die Domain „esports.com“ gekauft, auf der 2018 nicht weniger als die größte und erfolgreichste eSport-Plattform weltweit entstehen soll.

Interaktive Plattform mit eigener Währung

Neben tagesaktueller Berichterstattung zum eSport ist auch eine „eSports University“ angedacht, in der Lernvideos und Trainings mit Stars der Szene möglich sein sollen. Da auch Wetten auf eSports Turniere und Matches angeboten werden sollen, verwundert der Sitz des Unternehmens im Glücksspielstaat Malta wenig. Im Vordergrund soll bei allem die Interaktion stehen: Aktivitäten auf der Seite, wie das Hochladen von Videos oder das Geben von nützlichen Tipps, werden mit einer eigenen Kryptowährung, die wie der Bitcoin auf der Blockchain-Technology basiert, belohnt. Die Währung ERT wird nach der erfolgreichen Markteinführung, über die bereits ein Millionenbetrag eingesammelt wurde, bereits auf mehreren Kryptowährungs-Börsen gehandelt. Die ganz großen Börsen-Schwergewichte der Krypto-Szene haben die Währung allerdings derzeit noch nicht im Angebot.

Moderne Homepage – Die Inhalte müssen aber erst noch folgen

Später soll man die Währung direkt auf der Seite auch gegen Fanartikel und Hardware für den Computer eintauschen können. Auf der erst kürzlich eingestellten Homepage ist davon aber noch nichts zu sehen: Man konzentriert sich auf eine Darstellung des eigenen Konzepts, der Roadmap für das Jahr 2018 und auch bereits auf eine erste englischsprachige journalistische Berichterstattung über Ereignisse in der eSports-Szene. Abgedeckt werden derzeit die Spiele DOTA 2, Heroes of the Storm, StarCraft II, League of Legends, Counterstrike GO, Hearthstone, Overwatch und PlayerUnknown’s Battleground. Weitere sollen folgen.

Werbung in der Bundesliga, Kooperationen mit bedeutenden Partnern

Dass hinter dem Projekt ein großer Beraterstab und als PR-Partner die erfahrene Marketingagentur Gamblers First um Christian Prechtl steht, merkt man an der professionellen Stringenz, mit der das junge Projekt kommuniziert wird. Am 12. Januar sorgte großflächige Bandenwerbung im Fußball-Spitzenspiel Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Bayern München für Aufsehen. Werbepartnerschaften mit THW Kiel und der ProSieben Promi Darts WM wurden ebenfalls bereits geschlossen. Und perspektivisch soll es auch in Spielen selbst möglich sein, mit der ERT-Währung zu bezahlen: Damit da die mächtigen Publisher aus Übersee mitmachen, wird sich die Plattform aber erst einmal etablieren müssen. Vor allem die beeindruckenden Werbepartnerschaften und der ebenso große wie kompetente Berater- und Personalstab lassen die Chancen dafür gut aussehen.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Juni 2016 gehört er der Redaktion von HESSEN DEPESCHE an.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/62-robin-classen.html
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