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Mainmetropole auf Platz 3

HWWI Städte-Zukunftsranking: So schneiden Frankfurt und Wiesbaden ab

Samstag, 16 September 2017 20:31 geschrieben von 
Frankfurt am Main bleibt attraktiv! Frankfurt am Main bleibt attraktiv! Quelle: HESSEN DEPESCHE

Frankfurt am Main - Bereits zum fünften Mal haben das HWWI und das Privatbankhaus Berenberg nun ihr "Städteranking" veröffentlicht, in dem die zukunftsfähigsten deutschen Städte ermittelt werden. Wie bei der vorangegangenen Untersuchung im Jahr 2015 heißt der Sieger München, auf Platz zwei landete Leipzig.

Schon auf Platz drei folgt die hessische Bankenmetropole Frankfurt am Main, die mit einer guten Bevölkerungsentwicklung und positiven Wanderungssalden vor allem bei jüngeren Bevölkerungsgruppen glänzt. Allein zwischen 2011 und 2014 hat auch die Produktivität je Erwerbstätigen um etwa sieben Prozent zugenommen. Mit 26,2 Prozent der Frankfurter Arbeitnehmer, die einen Hochschulabschluss vorweisen können, liegt die Stadt am Main im bundesweiten Spitzenfeld was den Bildungsstand der Arbeitnehmer anbelangt.

Frankfurt liegt auf Platz drei

Bereits seit 2008 an der Spitze liegt Frankfurt im Standortranking: Der Flughafen und gute Autobahnanbindungen machen sich eben bezahlt und haben den Sprung von Platz vier im Jahr 2015 auf den nun dritten Platz mit ermöglicht.

Wiesbaden kann sich deutlich verbessern

Sehr erfreulich ist auch das Abschneiden Wiesbadens: Die hessische Landeshauptstadt konnte sich im starken Wettbewerberfeld deutlich um vier Plätze verbessern und liegt nun auf Platz 7. Die Einwohnerzahlen haben dort in den letzten Jahren wieder etwas zugenommen und die Produktivität pro Erwerbstätigem ist sogar stärker als in Frankfurt gestiegen. Und ebenso wie in Frankfurt wird bis 2030 eine positive Bevölkerungsentwicklung auch bei jungen Menschen prognostiziert. Ein besonderes Ausrufezeichen setzt Wiesbaden bei der Fertilitätsrate: Nach Dresden werden in Wiesbaden nämlich mit 1,53 Kindern pro Frau die meisten Kinder geboren. Auch beim Standortindex sichert sich die hessische Landeshauptstadt einen guten sechsten Platz.

In Hessen ist die Autoindustrie besonders wichtig

Ungemach droht derzeit eher von anderer Seite: Hessen ist besonders abhängig von seiner Automobilindustrie, die unter dem Krieg gegen den Diesel zu leiden hat. 53.000 Menschen arbeiten für Opel, Hyundai (beide in Rüsselsheim) und Co und sorgen für 15 Prozent des Gesamtumsatzes der hessischen Industrie. Auch Autozulieferer wie die Norma-Group aus Maintal oder Continental Automotive aus Babenhausen spielen eine Rolle. Wie engagiert die schwarz-grüne Landesregierung ihre Interessen im Bundesrat verteidigen wird, bleibt abzuwarten: Grüne und CDU sind sich beim Diesel nämlich gar nicht grün.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Juni 2016 gehört er der Redaktion von HESSEN DEPESCHE an.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/62-robin-classen.html
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