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Hot Spot Middle East und Afrika:

KfW Tochter DEG und Aras Group DWC LLC bieten sich in Dubai eine Betonschlacht

Dienstag, 31 Juli 2018 16:51 geschrieben von 
KfW Tochter DEG und Aras Group DWC LLC bieten sich in Dubai eine Betonschlacht Quelle: Robin Classen

Dubai - Der Nahe Osten und Nordafrika werden seit Jahren in der westlichen Hemisphäre hauptsächlich durch Negativnachrichten wahrgenommen. Terrorismus, Extremismus und Rückständigkeit sind der Dreiklang, der das landläufige Denken prägt.

Clevere Geschäftsleute wie etwa Frank Kahn, Key-Account-Manager der Aras Group DWC LLC aus Dubai, haben hingegen längst entdeckt, dass in der vermeintlichen oder tatsächlichen Rückständigkeit der Region auch ein großes Potential steckt.

420 Millionen Menschen, 2,8 Billionen Dollar BIP

Längst haben auch andere Investoren und Unternehmen die MENA-Region (Middle East and North Africa), die die Länder von Marokko im Südwesten bis hin zum Iran im Nordosten umfasst, entdeckt. 420 Millionen Menschen, die ein jährliches BIP von 2,8 Billionen Dollar erwirtschaften, sind ein enormer, bislang kaum wahrgenommener Markt.

Die nächsten zwanzig Jahre könnten einen Aufbruch für die Region markieren: Allein Saudi-Arabiens „Vision 2030“ stellt schon ein beeindruckendes Projekt dar, das das Land theoretisch zu westlichen Industrienationen aufschließen lassen würde. Auch in Nordafrika sollen Infrastruktur und lokale Produktionsketten modernisiert und optimiert werden. Von dort aus könnte künftig der gesamte afrikanische Markt erschlossen und beliefert werden.

Mit DEG und Aras Group Geschäftsvorhaben finanzieren

Wer als deutsches Unternehmen in dieser Region aktiv werden will, findet in der KfW Tochter DEG (Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft) vor allem bei der Finanzierung der angedachten Vorhaben eine solide Stütze. Mit soliden Finanzierungsangeboten – etwas, was viele Unternehmen in den Schwellenländern noch schmerzlich vermissen – und Förderprogrammen werden unternehmerische Träume wahr gemacht. Auch die bereits angesprochene Aras Group, für die in Deutschland auch der renommierte Industriemanager Frieder C. Löhrer (der von der FDP!) auftritt, hat sich auf das Thema Finanzierung von Geschäftsvorhaben spezialisiert.

Bis zu 6,4 Prozent BIP-Wachstum im Jahr

Wieviel Musik in der MENA-Region steckt, zeigen die Wachstumsprognosen des IWF für die Jahre 2018 und 2020 in der Region. Das hierzulande gerne als besonders ungemütlich geschilderte Libyen führt mit 6,4 Prozent durchschnittlichem realem Zuwachs des BIP pro Jahr die Liste vor Ägypten an, das sich auf 5,5 Prozent Wachstum freuen können soll. Auch der Iran (4 Prozent), der Irak (3,6 Prozent) und eben Marokko mit 3,8 Prozent Wachstumsprognose bieten ein attraktives Umfeld.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, dem sei Hartmut Siepers Fachbuch „Investieren in Afrika: Der Reichtum des schwarzen Kontinents“ empfohlen. Doch bei aller Afrika-Euphorie sollte im Hinterbewusstsein bleiben, dass der Kontinent auch vor enormen klimatischen, demographischen und politischen Herausforderungen steht.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Juni 2016 gehört er der Redaktion von HESSEN DEPESCHE an.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/62-robin-classen.html
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