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Immer mehr Universitäten profilieren sich mit Kursen zu Blockchain-Technologie

Michael Thomale von NEXUS Global will Studiermöglichkeiten für Blockchain-Technologie und Kryptogeld anbieten

Dienstag, 06 November 2018 00:10 geschrieben von 
Michael Thomale und südafrikanische Freunde der Nexus Global Michael Thomale und südafrikanische Freunde der Nexus Global Quelle: HESSEN DEPESCHE

Hongkong – Michael Thomale ist Co-Founder der Nexus Global. Er setzt mit seinen Partnern auf den Trend der Blockchain-Technologie, denn die Blockchain-Technologie ist in aller Munde und gilt längst als Treibstoff zur Modernisierung zahlreicher Wirtschaftsbereiche.

Das trifft insbesondere auf die IT-Branche und den Finanzsektor zu. Unter einer Blockchain versteht man eine dezentrale Datenbank, die eine ständig wachsende Liste von Transaktionsdatensätzen vorhält und chronologisch erweitert. Das Verfahren gleicht einer Kette, an deren Ende unentwegt neue Elemente hinzugefügt werden. Der Begriff „Blockchain“ für „Blockkette“ ist deshalb mehr als einleuchtend. Ist ein Datenblock vollständig, wird der nächste erzeugt und dabei immer eine Art Prüfsumme des vorhergehenden Blocks erstellt.

Dieses bahnbrechende Blockchain-Modell entstand im Zusammenhang mit der Kryptowährung Bitcoin als internetbasiertes Buchhaltungssystem sämtlicher Bitcoin-Transaktionen. Die Bitcoin-Blockchain erfasst alle Transaktionen der Vergangenheit und wächst beständig, weil neue Blöcke mit abgeschlossenen Transaktionen der Digitalwährung hinzukommen. „Jeder Computer, der an das Bitcoin-Netz angeschlossen ist, neue Bitcoins erzeugt und/oder die bisher erzeugten verwaltet, verwaltet eine 1:1-Kopie der vollständigen Blockchain, die Ende 2015 bereits rund 50 Gigabyte groß war“, erklärt die „Computerwoche“ ihren Lesern. Die 2009 geschaffene Kryptowährung Bitcoin beruht auf einem dezentralen Bezahl-Netzwerk und braucht zwingend eine Blockchain als Rückgrat. Gleiches gilt für die Digitalwährung Ethereum. Die „Computerwoche“ betont: „Ohne Blockchain würde das Bitcoin-System nicht funktionieren, weil neue Bitcoins nur auf Grundlage der bisher erzeugten Bitcoins errechnet werden können und deshalb nachgehalten werden muss, was in der Vergangenheit schon passiert ist. Dennoch muss das Blockchain-Prinzip losgelöst von Bitcoin betrachtet werden.“ Eine Blockchain könne man sich als Rohrleitung vorstellen, durch die Bitcoins als Wasser fließen, oder als Straße mit Bitcoins als Autos.

Kryptogeld ist aber nur ein Anwendungsfall der Blockchain-Technologie, die viele Wirtschaftssparten revolutioniert. So schwärmt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von einem Transparenz- und Sicherheitsgewinn: „Blockchains sind fälschungssichere, verteilte Datenstrukturen, in denen Transaktionen in der Zeitfolge protokolliert, nachvollziehbar, unveränderlich und ohne zentrale Instanz abgebildet sind. Mit der Blockchain-Technologie lassen sich Eigentumsverhältnisse direkter und effizienter als bislang sichern und regeln, da eine lückenlose und unveränderliche Datenaufzeichnung hierfür die Grundlage schafft.“

Die NEXUS Global hat diese Wichtigkeit der Blockchain-Idee erkannt und zum erfolgreichen Geschäftsmodell gemacht. Bei dem in London ansässigen Unternehmen dreht sich alles um die Kompetenzvermittlung zur Erzeugung von Digitalgeld. Über sich selbst schreibt das international bestens vernetzte Unternehmen: „NEXUS bietet die erste echte Multiwallet der Welt im Bereich des Multi-Level-Marketing an. Wir haben als Einstiegs- und Hauptprodukt unsere Bildungspakete gepaart mit Hashpower, der Elektrizität zum Erzeugen von Bitcoins, Ethereum, Dash und vielem mehr.“ Für das Schürfen (englisch: Mining) von Kryptowährungen arbeitet man mit Miningfarmen in Finnland und China zusammen.

Gegründet wurde NEXUS Global von Christian Michel Scheibener. Der Kryptogeld-Visionär führt das Unternehmen bis heute und greift dabei auf das Wissen des Finanz- und Marketingprofis Michael Thomale zurück. Der wird auf der NEXUS-Internetseite als CMO und Co-Founder vorgestellt, der über langjährige Erfahrungen in den Bereichen Ausbildung, Vertrieb, Consulting und Shareholder verfüge. Das ist wichtig, weil das Unternehmen mittels Multi-Level-Marketing eine bunte Produktmischung aus Live-Wetten, Online Gambling, Online Education, binären Optionen, Forex Trading, Cryptotrading, Bitcoin Mining und Exchange anbietet. Thomale soll sich besonders gut mit Fragen des Initial Public Offering (IPO) für die Börse und des Initial Coin Offering (ICO) für den Digitalwährungsmarkt auskennen und einer der Mentoren der unternehmenseigenen Global Akademie sein. Sie vermittelt den Vertriebs- und Geschäftspartnern des NEXUS-Netzwerkes das nötige Grundwissen über alle angebotenen Produkte. Für 25 US-Dollar kann ein Einsteigerpaket erworben werden, um Zugang zur Akademie und zur Multiwallet zu bekommen.

Fast euphorisch reagiert Michael Thomale auf die Tatsache, dass immer mehr Universitäten die Themen Blockchain-Technologie und Kryptowährungen nicht nur am Rande streifen, sondern zum Gegenstand richtiger Kurse machen. So bietet die US-amerikanische Elite-Universität Stanford entsprechende Kurse innerhalb eines regulären Studienganges an. Die Gebühr pro Kurs beträgt 100 US-Dollar, und bei Abschluss wird eine nochmalige Gebühr von 3.780 Dollar für ein Zertifikat erhoben. Stanford bietet einen Blockchain- und Kryptowährungskurs als Teil eines Abschlusszeugnisses in Cyber Security an. Damit unterscheidet sich die US-Universität von der Hochschule in Nikosia auf Zypern, wo ein spezielles Fachstudium mit staatlich anerkanntem Abschluss aufgenommen werden kann. In Stanford geht es beispielsweise um „Blockchain Engineering“ und damit um die Entwicklung Blockchain-basierter Internetsysteme. Weitere Themen sind Bitcoin transactions, Consensus protocols, Cryptocurrency, Elliptic curves, Hash functions, Mining strategies and incentives, Proposed Bitcoin regulations und Zerocoin. Das alles geht über einen Studiengang wie „Crypto Currencies, the Blockchain and Smart Contracts“ hinaus.

Michael Thomale hat dieser Tage mitgeteilt, dass auch NEXUS Global zukünftig einen zertifizierten Studiengang zur Blockchain-Technologie anbieten wird. Damit würde erstmals im deutschsprachigen Raum eine Studiermöglichkeit für diese Technologie und Kryptowährungen existieren.

Inspirieren lässt sich NEXUS dabei offenbar von der University of Nicosia als weltweit erster Universität, die einen kostenlosen Online-Kurs „MOOC“ (Massive Open Online Course) als Einstieg in den offiziellen Master-Studiengang verlangt. Das Bestehen des kostenlosen Kurses ist Voraussetzung für die Teilnahme am zertifizierten „Master of Science in Digital Currency“-Studiengang mit dem weltweit ersten Master-Abschluss speziell für Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie. Das Online-Portal „steemit.com“ schreibt über den Studiengang „Master of Science in Digital Currency“: „Der Master-Abschluss soll die Teilnehmer darauf vorbereiten, kompetente Fachleute im Bereich der digitalen Währung zu werden. Die Absolventen profitieren von einem breiten Hintergrund und kombinieren Kurse in Finanzen, Management, Informatik und Informationssystemen, um eine ganzheitliche Analyse von digitalen Währungssystemen, Anwendungen und Services zu liefern. Die Schüler werden einem bereichernden und anregenden Lehrplan ausgesetzt, der Themen wie Geld und Bankwesen, internationale Finanz- und Devisenmärkte, Prinzipien disruptiver Innovation, regulatorische Rahmen, Sicherheit von Kryptographie und kryptografischen Systemen, Architekturen verteilter Systeme und anderes umfasst.“

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Bis Juli 2017 führte sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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