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Anleger investieren in Umweltprojekte

UDI-Gruppe: Stefan Keller und die ökologischen Finanzanlagen

Montag, 11 Februar 2019 23:30 geschrieben von 
Stefan Keller ist geschäftsführender Gesellschafter der UDI-Gruppe Stefan Keller ist geschäftsführender Gesellschafter der UDI-Gruppe Quelle: UDI Gruppe

Roth/Nürnberg – Wer 2019 ökologische Kapitalanlagen und andere grüne Investmentangebote vermittelt, befindet sich angesichts der leidenschaftlichen Debatte über die Folgen des Klimawandels auf der Höhe der Zeit. Eine Vorreiterrolle können die meisten Öko-Finanzdienstleister für sich allerdings nicht beanspruchen.

Diese Rolle kommt aber fraglos der UDI-Gruppe von Georg Hetz zu. Er gründete das Unternehmen im Jahr 1998 und machte es mit heute rund 50 Mitarbeitern zu Deutschlands Marktführer in der Wachstumssparte ökologischer Geldanlagen. Die Unternehmensgruppe ist Eigentümer und Emissionshaus eines großen Portfolios an „Erneuerbaren-Energie-Anlagen“ und ein Projektentwickler von „Green Buildings“, womit energieeffiziente Gebäude gemeint sind. Als Vermittlerin ökologischer und sozialer Geldanlagen hat sich die UDI Beratungsgesellschaft mbH einen guten Namen gemacht. Nach eigenen Angaben vertrauen fast 17.500 Anleger den angebotenen Finanzprodukten und beteiligen sich damit am umweltgerechten Umbau der Energieversorgung. Die Presseabteilung konkretisiert den Beitrag für die Energiewende: „Das bis dato vermittelte Eigenkapital von über einer halben Milliarde Euro ermöglichte zusammen mit weiteren Finanzierungsmitteln die Realisierung und den Betrieb von 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen sowie 90 Solarprojekten.“ Das in Nürnberg realisierte Green Building sei der größte Bürostandort der UDI-Unternehmensgruppe. Mit dem jährlich erzeugten Ökostrom könnten über 1,8 Millionen Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt werden, was der Umwelt rechnerisch Jahr für Jahr gut 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspare.

Ende vergangenen Jahres teilte das Investmentunternehmen mit, dass es zu großen Teilen von der Münchner te management GmbH übernommen worden ist. Deren geschäftsführender Gesellschafter Stefan Keller kündigte den weiteren Ausbau der UDI-Gruppe auf den bewährten Geschäftsfeldern von Wind-, Solar- und Bioenergie an. „Dazu wird erheblich in das Unternehmen investiert, um unseren Kunden weitere interessante Investitionsmöglichkeiten zugänglich zu machen“, so Keller. „Das Beispiel erneuerbare Energien zeigt, dass es bisweilen des Mutes vieler Investoren bedarf, um gesellschaftlichen Wandel wie die Energiewende zu ermöglichen.“ Für das Unternehmen, das seinen Firmensitz im mittelfränkischen Roth und seine Büroadresse in Nürnberg hat, kündigte der Diplom-Ingenieur der Fachrichtung Product Engineering mit einem Masterabschluss in European Mechatronics einige Veränderungen an. So soll mit Blick auf die Finanzinstrumente und Investitionsobjekte mehr Produktvielfalt angeboten werden. Der 53-Jährige betont: „Hohe Transparenz und Verlässlichkeit in den Investments und das schnelle Handeln bei vielversprechenden Investitionschancen sind wichtige Ziele. Dazu werden weiterhin finanzielle Mittel in die Unternehmensgruppe eingebracht. Wir wollen vorhandene Stärken ausbauen, aber auch bestehende Schwachstellen beheben.“ Aus diesem Grund will er die Kompetenzen der te management GmbH und der UDI-Gruppe bündeln und beide perspektivisch zusammenzuschließen. Anlässlich des Eigentumsübergangs dankte Keller dem UDI-Gründer und bisherigen Alleingesellschafter Georg Hetz für sein unternehmerisches Engagement und würdigte ihn als einen „Vorkämpfer der Energiewende“ mit Pioniergeist und Durchhaltevermögen. Der 66-Jährige werde der UDI-Gruppe weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Führungsmannschaft des unabhängigen Finanzdienstleisters besteht neben Stefan Keller aus dem Co-Geschäftsführer Axel Kampmann und Annika Hetz als Assistentin der Geschäftsleitung. Die UDI-Philosophie besteht in dem Bemühen,ökologiegerechte Kapitalanlagen mit soliden Renditen zu verbinden. „Für uns sind Investitionen in ökologisch sinnvolle und qualitativ hochwertige Geldanlagen im Vergleich zu konventionellen Finanzprodukten die langfristig bessere Alternative. Wir möchten Kapitalanlegern die sich daraus ergebenden nachhaltigen Vorteile für Gesellschaft, Umwelt und Anleger nahebringen“, erklärt das Trio. Saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Biomasse sei gelebter Klimaschutz und könne Deutschland langfristig unabhängig von Energieimporten machen. „Dabei ist uns besonders wichtig, dass Sie Ihr Geld nicht in irgendwelche ‚grüne Geldanlagen‘, sondern in qualitativ hochwertige Windkraft-, Solar- und Bioenergie-Projekte sowie Green Buildings anlegen“, heißt es in direkter Kundenansprache.

Um möglichst umfassend über Neuigkeiten zu grünen Geldanlagen zu unterrichten, hat man gleich mehrere Informationsangebote geschaffen. So können sich Kunden und potenzielle Neuanleger mit der Kundenzeitschrift „UDI-Blickpunkt“ auf dem Laufenden halten. Das seit dem Jahr 2000 regelmäßig erscheinende Magazin verbindet Infos zu neuen Projekten mit Nachrichten zur Gesetzgebung und Berichten zu den Themen Umwelt, Finanzen und Energie. Für eine Schnellunterrichtung etwa zu Renditeentwicklungen kann man den elektronischen UDI-Newsletter abonnieren. In der Januar-2019-Ausgabe desselben wird unter anderem über die Vermögensanlage „UDI Energie FESTZINS 14“ berichtet, bei der nicht in ein einzelnes Projekt, sondern zur Risikostreuung in mehrere Anlageformate investiert wird. Über 1.200 Anleger sollen bereits Geld in den „UDI Energie FESTZINS 14“ gesteckt haben. Bei einer flexiblen Laufzeit zwischen zweieinhalb und zwölfeinhalb Jahren – Enddatum ist der 30. Juni 2031 – startet die Verzinsung bei vier Prozent pro Jahr und steigt auf 6,5 Prozent im letzten Laufzeitjahr. Die Mindestinvestitionssumme beträgt 3.000 Euro. In der gleichen Newsletter-Ausgabe erfährt der umweltbewegte Anleger, dass die UDI-Gruppe 2018 mit ihrem Portfolio an ökologischen Kapitalanlagen weiter gewachsen ist: „Rund 42 Millionen Euro investierten Anleger in Produkte mit ökologischem Mehrwert, darunter besonders auch in Biogasanlagen und verschiedene nachhaltige Immobilienprojekte.“

Ein besonderes Augenmerk legt die UDI-Gruppe und ihre Muttergesellschaft te management auf die Entwicklung energieeffizienter Gebäude. Sowohl im Marktsegment der Gewerbeimmobilien als auch bei der Planung von Siedlungskonzepten habe man „erste Projekte mit großem Erfolg veräußern“ können. So forciert UDI im Nürnberger Süden das große Büro- und Gewerbeprojekt „Hansapark“, für das eine Quartierslösung mit einem innovativen Energiekonzept realisiert werden soll. Stefan Keller erläutert in diesem Zusammenhang: „Der höhere Objektwert im Verhältnis zu Immobilien mit konventioneller Energieversorgung und die Werthaltigkeit aufgrund geringerer Nebenkosten machen energieeffiziente Gebäude für Investoren, Anleger und Nutzer gleichermaßen interessant.“

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Bis Juli 2017 führte sie auch die Redaktion von HESSEN DEPESCHE.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/68-angela-prokoph-schmitt.html
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