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Leben im Ballungsraum

Wiesbaden: Pläne zum neuen Stadtviertel „Ostfeld“ werden am 5. April vorgestellt

Mittwoch, 27 März 2019 00:11 geschrieben von 

Wiesbaden - Nicht nur in Frankfurt wird über die Schaffung eines neuen Stadtteils zur Bewältigung des Ansturms auf die urbanen Zentren im Rhein-Main-Gebiet nachgedacht, auch in Wiesbaden soll es ein neues Stadtviertel geben, das den Namen „Ostfeld“ tragen wird.

Leben zwischen Autobahnen, einer Müllentsorgungsanlage und in der Einflugschneise

Vorgesehen ist dafür Ackerfläche im Südosten der Stadt. Zwischen A66 und A671, nordwestlich des Kinderspielplatzes am Fort Biehler (auf unserer Karte rot markiert) und östlich der Deponie Dyckerhoffbruch der städtischen Entsorgungsbetriebe, die sich laut eigener Aussage in den letzten Jahren „im Bereich der Asbestentsorgung einen guten Namen gemacht“ hat. Auch die Einflugschneise des US-Militärflughafens in Erbenheim liegt dort. Idyllisch ist die Lage also weiß Gott nicht, doch angesichts der knappen Flächen im Rhein-Main-Gebiet dürfte dies Wohnungssuchende kaum abschrecken.

Bodenspekulation wurde unterbunden

Zwischen 8.000 und 12.000 Menschen und auch zahlreiche Firmen könnten dort in etwa zehn Jahren eine neue Heimat finden. Für gewerbliche Bauten sind immerhin 50 Hektar vorgesehen. Damit die Preise bezahlbar bleiben und nicht spekuliert wird, wurde das Projekt als „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ eingeordnet und die Bodenwerte eingefroren. 60 Prozent der Grundstücke gehören der Stadt, die aus dem späteren Verkauf auch die benötigte Infrastruktur finanzieren will.

Vorstellung des Strukturkonzepts am 5. April im Roncalli-Haus

Das in monatelanger Arbeit zahlreicher Akteure entworfene Strukturkonzept Ostfeld wird am Freitag, 5. April, um 16 Uhr im Roncalli-Haus in der Friedrichstraße 26-28 vorgestellt. Im Strukturkonzept wird unter anderem beschrieben, wo Gewerbe- und wo Wohnraumflächen geplant sind und wie die Anbindung an den Verkehr erfolgen soll. Auch hier ist übrigens die umstrittene Citybahn wieder ein Thema, sodass sich der Kreis zur übrigen Kommunalpolitik schließt.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Juni 2016 gehört er der Redaktion von HESSEN DEPESCHE an.

Webseite: www.hessen-depesche.de/show/author/62-robin-classen.html
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